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:: Heriburgschule Neuenkirchen ::
Umweltbildung pur!

"Lernen mit Kopf, Herz und Hand im Einklang mit den Kreisläufen der Natur nach dem Vorbild der Natur"

So lautet das Motto der Heriburgschule in Neuenkirchen, Nordrhein-Westfalen. Die dortigen Schüler und Lehrer beweisen anhand von zahlreichen Projekten, das Umweltschutz nicht out ist und Spaß macht. So wird der Pflichtunterricht durch zahlreiche Arbeitsgemeinschaften und Projekte ergänzt, die den Schülern die Augen für die Umwelt öffnen.

So besitzt die Schule z.B. seit 1983 einen großen Schulgarten in dem mehrere Gemüsesorten angebaut werden. Betreut wird dieses Projekt vor allem von den Schülern der 5. und 6. Klassen, die Beetpatenschaften übernehmen, und von den Schülern der 7. und 8. Klassen, die den "naturgemäßen Gartenbau" als Wahlpflichtfach wählen können. In diesen 2 Wochenstunden lernen sie dann nicht nur gärtnerische Grundtechniken kennen, sondern werden auch emotional angesprochen. Sie lernen das Ökosystem des Gartens und dessen Bedeutung für uns näher kennen. Ein großer Pluspunkt liegt auch darin, dass sich die Schüler selbst betätigen können. Sie sitzen nicht nur im Klassenzimmer und lernen theoretisches, sondern packen selbst an.

Neben dem Gartenprojekt gibt es auch ein Regenwasserprojekt. Ziel des Projektes ist es, den Wasserkreislauf instand und den Grundwasserspiegel aufrecht zu erhalten. Früher floss das Regenwasser von der Dachrinne in den Guli, heute wird es zu einer besonderen Versicherungsfläche geleitet und versickert dort in die Erde. Die benötigten Rohre hierfür wurden von den 16 beteiligten Schülern in tagelanger Schwerstarbeit selbst verlegt.

Außerdem wurde zwischen 1999 und 2001 der Schulhof teilweise entsiegelt, das heißt der betonierte Boden aufgerissen, und bepflanzt sowie eine Solaranlage installiert. Die erzeugte Strommenge wird ständig in der Aula der Schule angezeigt und verdeutlicht somit die Möglichkeit der Stromerzeugung durch die kostenlose Sonnenenergie.

Das finanzierte Sammelbecken in Tansania

Aber nicht nur für die eigene Schulumgebung engagieren sich die Schüler. Sie organisieren auch jährlich einen Sponsorenlauf um Gelder für internationale Projekte zu sammeln. So unterstützten sie zum Beispiel ein Kinderheim in Tansania bei der Anschaffung von großen Auffangbecken für Regenwasser. Dadurch müssen die Kinder dort nicht mehr täglich mehrere Kilometer bis zur nächsten Wasserstele laufen, um Wasser zu schöpfen, sondern können die Zeit mit anderen Dingen, wie z.B. mit Lernen verbringen.

Die Heriburgschule in Neuenkirchen setzt sich anhand dieser Projekte gleich mehrfach und sehr engagiert für die Umwelt ein. Dies gefiel auch der Jury des Jugendumweltpreises des Westdeutschen Rundfunks, die das Projekt mit einem ersten Preis auszeichnete.

Kids für die Umwelt hofft sehr, dass die Projekte noch lange Zeit fortbestehen werden und wünscht weiterhin viel Erfolg!

Weitere Informationen: